Sportfischerverein Kemmern e.V.

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Sportfischerverein Kemmern e.V.

Nase
(Chondrostoma nasus)

Nase, Chondrostoma nasus

Bild © André Karwath aka (Eigenes Werk), Lizenz: CC BY-SA 3.0 (Bild bearbeitet)

Familie : Cyprinidae
In Oberfranken erreichen Nasen eine Länge von bis zu 50cm
Laichzeit: März - April
Schonzeit: 01.03 bis 30.04. / Schonmaß: 30cm

Kennzeichen

Körper spindelförmig mit stumpfer, weit vorstehender Schnauze. Sie besitzt ein stark unterständiges Maul. Die Unterlippe besitzt einen hornigen Überzug mit scharfkantigen Rand. Der Rücken ist graugrünlich, die Seiten silbrig und der Bauch weiß gefärbt. Alle Flossen sind, bis auf die Rückenflosse, rötlich.

Lebensraum und Lebensweise

Schnell fließende Gewässer der Barben- und Äschenregion. In Seen ist sie selten anzutreffen. Die Nase ist ein bodennaher Schwarmfisch. Sie schabt die Nahrung mit ihrem scharfkantigen Maul von Steinen des Untergrundes ab.

Nahrung

Die Nase weidet mit der scharfkantigen Unterlippe den sogenannten Bewuchs (vor allem grüne Fadenalgen) von Steinen und Todholzstrukturen ab. Daneben fressen Nasen auch Kleintiere aller Art, wie Eintagsfliegenlarven, Köcherfliegenlarven, Wasserschnecken und Kugelmuscheln.

Fortpflanzung

Auslöser für das Ablaichen ist ein Anstieg der Wassertemperatur. Zur Laichzeit sind die Farben ausgeprägter. Beide Geschlechter zeigen einen Laichausschlag, der jedoch beim Milchner ausgeprägter ist. Zum Laichen zieht sie in Schwärmen in die Flussoberläufe. Das Ablaichen findet an sehr seichten und stark strömenden Stellen mit kiesigem bis grobsteinigen Grund statt. Die ca. 1mm großen klebrigen Eier werden unter heftigem Geplätscher an Steinen abgelegt. Die Brütlinge driften mit der Strömung flussabwärts in ruhige Gewässerbereiche.

Sonstiges

Die Nase hat einen hohen Stellenwert im Artengefüge der Fließgewässer. Ihr Fleisch ist sehr grätenreich; sie hat deshalb keine Bedeutung als Speisefisch.

Gefährdungsstatus

Die Nase ist in Oberfranken vom Aussterben bedroht.
In der Roten Liste gefährdeter Fischarten Bayerns (2021) ist sie als gefährdet aufgeführt.

Derzeitiges Vorkommen in Oberfranken

Die Nase kam früher in Oberfranken häufig vor. Sie gehört aktuell zu den am stärksten gefährteten Fischarten.
Derzeit sind Nasen in folgenden Gewässern leider nur in geringen Beständen nachgewiesen:
Aisch unterhalb von Schlammersdorf; Itz; Main; Regnitz bei Bug; Reiche Ebrach; Rodach (Coburg und Kronach); Roter Main oberhalb von Bayreuth; Sächsische Saale unterhalb von Förbau und unterhalb von Hof.

Quellenangabe

Copyright

©Text: Aus "Fischartenatlas Oberfranken - Eine Beschreibung aller in Oberfranken vorkommenden Fisch-, Krebs- und Muschelarten mit Darstellung ihrer Verbreitungsgebiete sowie der Gefährdungsursachen"
Herausgeber: Dr. R. Klupp, Bezirk Oberfranken, 2. überarbeitete Auflage, Bayreuth 2010.


Bild © Viridiflavus, Lizens: CC BY-SA 3.0, (Eigenes Werk)