Sportfischerverein Kemmern e.V.

    Nächster Termin ist der 10.01.2021    !!!    Bleibt gesund. !!!

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Der Flussbarsch (Perca fluviatilis)
 

Der Flussbarsch, Perca fluviatilis

Urheberrechtsinhaber Karelj, (Eigenes Werk), veröffentlicht es als gemeinfrei.

Familie : Percidae

In Oberfranken erreichen Flussbarsche eine Länge von ca. 35cm
Laichzeit: April - Mai
Schonzeit: keine / Schonmaß : keines

Kennzeichen

Gedrungener, leicht hochrückiger Körper mit kleinen Kammschuppen. Kopf mit weiter endständiger Maulspalte. Der hintere Rand des Kiemendeckels endet in einem kräftigen Dorn (Barschdorn). Er besitzt zwei getrennte Rückenflossen. 1. Rückenflosse mit Stachelstrahlen und schwarzem Fleck (Petrifleck), 2. Rückenflosse ohne Stachelstrahlen. Bauch-, After- und Schwanzflosse sind orangefarben bis blutrot gefärbt. Die Oberseite ist meist dunkelblaugrün. Vom Rücken gehen als auffälligstes Merkmal fünf bis neun dunkle manchmal gegabelte Querbinden aus, die bis in das hellere untere Körperdrittel reichen.

Lebensraum und Lebensweise

Als sehr anpassungsfähige Art ist er sowohl in stehenden als auch in fließenden Gewässern weit verbreitet. Bevorzugt Stellen mit üppiger Vegetation. Junge Barsche halten sich meist in Schwärmen am Grund auf. Ältere Exemplare leben eher räuberisch und als Einzelgänger.

Nahrung

In der Jugend (bis ca. 15 cm Länge) Wasserinsekten, Bodentiere und Fischbrut; ältere Exemplare überwiegend Fische (auch der eigenen Art).

Fortpflanzung

Seinen Laich legt er in langen spiralartigen Schnüren an Wasserpflanzen und Wurzelwerk ab. Die Eier sind außerordentlich klebrig und werden oft durch Vögel in andere Gewässer verschleppt.

Sonstiges

Flussbarsche sind ausgesprochen gute Speisefische. Sie haben keine Zwischmuskelkräten im Fleisch. Der Flussbarsch neigt dazu kleinwüchsige Populationen auszubilden. Dies geschieht dann, wenn Nahrungsmangel auftritt. In der Schweiz wird der Flussbarsch Egli genannt, im deutschen Bereich des Bodensees wird der Flussbarsch als Krätzer angeboten.

Gefährdungsstatus

Der Flussbarsch ist in Oberfranken nicht gefährdet.

Derzeitiges Vorkommen in Oberfranken

Aisch; Aurach; Baunach; Bieberbach; Eger; Föritz; Itz; Main; Mittelebrach; Rauhe Ebrach; Regnitz; Reiche Ebrach; Rhein-Main-Donau-Kanal; Röslau; Rodach (Coburg, Kronach); Roter Main; Röden, Sächsische Saale; Selb; Selbitz; Schwesnitz; Schneybach; Tambach; Trebgast; Trubbach; Truppach; Weißer Main; Wiesent (Unterlauf); Baggerseen entlang des Mains und der Regnitz; Stauseen Feisnitzspeicher; Förmitzspeicher; Lichtenberger Freizeitsee; Froschgrundsse; Untreusee; Tauperlitzer See; Weißenstädter See;
Selten ist der Flussbarsch in der Fränkischen Schweiz; er kommt dort nur im Unterlauf der Wiesent im Raum Forchheim sowie in der Trubbach und in der Truppach vor.